Vorstand des Fußballkreises Berg im Amt bestätigt

Der Fußballkreis Berg setzt auf Kontinuität: Beim Kreistag im Kulturzentrum Lindlar wurde der Vorstand um Vorsitzenden Jürgen Liehn einstimmig für vier weitere Jahre wiedergewählt. Gegenkandidaten gab es nicht.

Vorstand des Fußballkreises Berg im Amt bestätigt

Auf dem Kreistag des Fußballkreises Berg im Kulturzentrum Lindlar wurde Jürgen Liehn einstimmig als Vorsitzender für weitere vier Jahre wiedergewählt. Mit ihm geht auch der übrige Vorstand nahezu unverändert in die neue Amtszeit – ein Zeichen für Kontinuität und Vertrauen in die geleistete Arbeit.

Veränderungen im Vorstand gibt es lediglich in zwei Bereichen: Laura Geusa übernimmt die Aufgabe der Frauenbeauftragten von Sabrina Thomanek, die aus persönlichen Gründen nicht erneut kandidierte. Paula Kaltenbach rückt als Vertreterin der jungen Generation neu in den Kreisvorstand auf. Wolfgang Pütz bleibt Schatzmeister, will das Amt aber in zwei Jahren abgeben – ein geordneter Übergang wird vorbereitet.

Auch das Kreissportgericht unter der Leitung von Stefan Flock wurde im Amt bestätigt.

Nach seiner Wiederwahl startete Liehn direkt mit einem Blick in die Zukunft: Bereits zur kommenden Saison könnte die Kreisliga B von derzeit 16 auf 14 Mannschaften pro Staffel verkleinert werden. Diese Maßnahme, ursprünglich erst für 2026/27 geplant, soll auf die zahlreichen Rückzüge in den letzten Jahren reagieren und die Staffeln nachhaltig stabilisieren. Ob eine solche Änderung kurzfristig umsetzbar ist, soll in der nächsten Vorstandssitzung geklärt werden – unter Berücksichtigung der Rückmeldungen der Vereine und der Zustimmung des FVM.

Auch im Frauenfußball ist der Fußballkreis Berg gut aufgestellt: Als einziger Kreis im Gebiet des Fußballverbandes Mittelrhein bietet er eine Kreisliga B an. Um dem Rückgang an Frauenteams in benachbarten Kreisen zu begegnen, wird über kreisübergreifende Lösungen nachgedacht – jedoch ohne eine Zersplitterung der Liga zu riskieren. Der Vorsitzende betonte: „Eine Aufteilung nach alten Kreisgrenzen lehnen wir ab – wir brauchen gemeinsame und praktikable Lösungen.“

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Sanierungsbedarf vieler Kunstrasenplätze im Kreis. Die Vereine stehen hier vor enormen finanziellen Herausforderungen. Der Vorstand sieht sich in der Verantwortung, gemeinsam mit den Klubs nach Lösungen und Fördermöglichkeiten zu suchen. Dazu sollen auch Schulungs- und Informationsangebote ausgebaut werden.

Positive Entwicklungen gab es im Bereich der Schiedsrichtergewinnung. So konnte das Schiedsrichterpotenzial im Kreis um 26 Prozent gesteigert werden. Dieses Wachstum ist vor allem der engagierten Arbeit des Schiedsrichterausschusses zu verdanken. Auch der Dialog mit den aktuell 36 Vereinen im Untersoll läuft weiter – Ziel ist es, nachhaltige Strukturen zur Gewinnung und Bindung von Unparteiischen zu etablieren.

Ein besonderer Moment war die Ehrung verdienter Ehrenamtler durch FVM-Präsident Christos Katzidis. Ausgezeichnet wurden unter anderem Stefan Flock und Gerhard Dittich (FVM-Ehrennadel in Gold), Jürgen Liehn und Gerold Gawrisch (FVM-Ehrennadel in Silber), sowie Sabrina Thomanek (FVM-Verdienstnadel in Silber) und Yannick Kremer Urrea (WDFV-Jugendleiterehrenabzeichen in Silber). Fabian Baldauf wurde zudem zum Ehrenmitglied der Fußballjugend ernannt.

Zahlreiche Ehrengäste – darunter Tobias Schneider (stellv. Landrat OBK), Ulrich Heimann (stellv. Landrat RBK und KSB-Vorsitzender) und Cordula Ahlers (Kämmerin der Gemeinde Lindlar) – würdigten das große ehrenamtliche Engagement im Fußballkreis. FVM-Präsident Katzidis betonte in seinem Grußwort den enormen volkswirtschaftlichen Wert des Ehrenamts: 21 Milliarden Euro würden jährlich allein in NRW erwirtschaftet, wenn man die freiwillig geleisteten 208 Stunden pro Person und Jahr mit dem Mindestlohn ansetze.

Ein wichtiges Signal wurde zum Abschluss des Kreistages gesetzt: Die Delegierten stimmten mehrheitlich für einen Antrag des TuS Marialinden zur Abschaffung der Quotientenregel auf Verbandsebene. Stattdessen sollen Relegationsspiele über Auf- und Abstieg entscheiden – eine sportlich fairere Lösung, wie sie auf Kreisebene bereits praktiziert wird.

Zum Ende des Kreistags richtete Jürgen Liehn nochmals den Blick nach vorn und betonte die Bedeutung von Zusammenhalt und klarer Kommunikation im Ehrenamt: „Ich freue mich über das Vertrauen und bin überzeugt, dass wir mit dem gesamten Vorstandsteam weiterhin konstruktiv, transparent und im Sinne unserer Vereine arbeiten werden – mit klarem Blick auf die Herausforderungen und mit dem Herzen beim Fußball.“

 

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